{"id":602,"date":"2017-11-26T02:09:41","date_gmt":"2017-11-26T01:09:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gelenk24.de\/portal\/?p=602"},"modified":"2021-02-18T12:35:42","modified_gmt":"2021-02-18T11:35:42","slug":"stoffwechselerkrankung-osteoporose","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gelenk24.de\/portal\/stoffwechselerkrankung-osteoporose\/","title":{"rendered":"Stoffwechselerkrankung Osteoporose"},"content":{"rendered":"<h2>Osteoporose &ndash; Schwache Knochen<\/h2>\n<h4><em>Osteoporose ist eine Stoffwechselerkrankung der Knochen, von der &uuml;berwiegend &auml;ltere Frauen betroffen sind. Aber nicht nur. Auch in j&uuml;ngeren Jahren und zunehmend bei M&auml;nnern kann es zu einer Ver&auml;nderung und Schw&auml;chung der Knochenstruktur kommen. In Deutschland sollen etwas sieben Millionen Menschen davon betroffen sein. Mit Bewegung und Ern&auml;hrung l&auml;sst sich die Entwicklung dieser Erkrankung aber beeinflussen. Am besten f&auml;ngt man damit schon in der Jugend an, damit gen&uuml;gend Knochenmasse aufgebaut wird, von der man dann im Alter zehren kann.<\/em><\/h4>\n<p>Die Knochendichte ver&auml;ndert sich im Laufe eines Lebens stetig. Sie nimmt von der Geburt an bis etwas zum 30. Lebensjahr immer weiter zu. Das Maximum der Mineralsalzdichte im Knochen nennen Fachleute &bdquo;peak bone mass&ldquo;. Von da an bildet sich die Knochenmasse kontinuierlich um ungef&auml;hr ein Prozent pro Jahr zur&uuml;ck. Ist dieser Knochenschwund st&auml;rker ausgepr&auml;gt und somit krankhaft, handelt es sich meistens um eine Osteoporose. Fachleute unterscheiden zwischen der prim&auml;ren Osteoporose, die ohne erkennbare Ursachen auftritt, und der sekund&auml;ren Osteoporose. Diese tritt infolge von vorhergehenden Erkrankungen auf. So kann sich ein gest&ouml;rter Hormonhaushalt (z.B. &Uuml;berfunktionen der Schilddr&uuml;se oder Nebennierenrinde) negativ auf die Knochenbildung auswirken. Diabetes mellitus zieht h&auml;ufig Konsequenzen f&uuml;r den Stoffwechsel im Knochen nach sich. Zudem k&ouml;nnen die Nebenwirkungen bestimmter Medikamente wie bei langer Kortisontherapie, bestimmte Tumoren im Knochensystem und eine mangelnde Belastung etwas durch L&auml;hmungen urs&auml;chlich f&uuml;r eine Osteoporose sein.<\/p>\n<h4>Wie entsteht Osteoporose?<\/h4>\n<p>Bei Osteoporose ist die Balance zwischen Knochenauf- und &ndash;abbau gest&ouml;rt. Gebildet wird die Knochengrundsubstanz von sogenannten Osteoblasten, Zellen, die das Knochengewebe Osteoid produzieren. Der Abbau von Knochenmaterial erfolgt durch die Ostoeklasten. Stimmt das Verh&auml;ltnis zwischen Auf- und Abbau nicht mehr, f&uuml;hrt dies dazu, dass die Mikroarchitektur des Knochens gest&ouml;rt ist, weil die Knochenb&auml;lkchen nun weniger dicht sind. Dies schw&auml;cht den Knochen und macht ihn anf&auml;lliger f&uuml;r Br&uuml;che.<\/p>\n<h4>Leben mit der Diagnose Osteoporose<\/h4>\n<p>Da die Symptome einer Osteoporose erst bei einer fortgeschrittenen Erkrankung auftreten, wird diese auch oft erst sp&auml;t entdeckt. Frauen erkranken etwas doppelt so h&auml;ufig an Knochenschwund wie M&auml;nner. Die Diagnose erfolgt in Regel &uuml;ber eine Knochendichtemessung oder die Analyse der Knochenstruktur durch R&ouml;ntgenaufnahmen\/CT und den Ausschluss anderer Erkrankungen, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen.<\/p>\n<p>Osteoporose kann oft nicht mehr vollst&auml;ndig r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht, aber der Verlauf verlangsamt oder sogar aufgehalten und eventuelle Schmerzen gelindert werden. Die Therapie richtet sich immer nach den individuellen Gegebenheiten und muss verschiedenste Aspekte ber&uuml;cksichtigen. Medikament&ouml;s stehen mittlerweile verschiedene Pr&auml;parate zur Verf&uuml;gung, beispielsweise Bisphosphonate&nbsp; oder Strontiumranelat. Die Medikamente festigen und st&auml;rken entweder die Knochen und f&ouml;rdern den erneuten Knochenaufbau oder sie wirken dem Knochenabbau entgegen. Beide Wirkungsweisen sollen ein gesundes Verh&auml;ltnis der beiden gegenl&auml;ufigen Prozesse wiederherstellen. Zudem stehen Schmerzbehandlung und Physiotherapie oft auf dem Behandlungsplan. Begleitend zur medikament&ouml;sen Therapie, aber auch schon vorbeugend, k&ouml;nnen Menschen, die Risikofaktoren f&uuml;r Osteoporose aufweisen, ihre Muskeln durch regelm&auml;&szlig;ige Bewegung st&auml;rken und mit Dehn&uuml;bungen den Knochenaufbau gezielt anregen. Auch &uuml;ber die Ern&auml;hrung lassen sich die Knochen unterst&uuml;tzen. Vor allem Kalzium hilft ihnen, sich wieder aufzubauen. Der Mineralstoff steckt in Milchprodukten und gr&uuml;nem Gem&uuml;se. F&uuml;r eine leichtere Aufnahme von Kalzium in den Knochen ist Vitamin D verantwortlich. Die Aufnahme kann durch die Ern&auml;hrung unterst&uuml;tzt werden. Haupts&auml;chlich produziert der K&ouml;rper das Vitamin aber unter dem Einfluss von Sonnenlicht selbst.<\/p>\n<h4>Wenn der Knochen bricht<\/h4>\n<p>Die Symptome der Osteoporose treten in der Regel erst in einem fortgeschrittenen Stadium auf. Zu ihnen geh&ouml;ren beispielsweise R&uuml;ckenschmerzen, Rundr&uuml;cken und eine Verringerung der K&ouml;rpergr&ouml;&szlig;e. H&auml;ufig treten auch Frakturen am Handgelenk, den Wirbelk&ouml;rpern, vor allem aber am Oberschenkelhals auf. Leidet ein Mensch an Osteoporose, reicht n&auml;mlich bereits eine geringe Krafteinwirkung, dass der Knochen bricht. Daher geh&ouml;rt die Sturzprophylaxe besonders bei hochbetagten Menschen unbedingt zum Konzept der Osteoporosebehandlung dazu.<\/p>\n<h4>Schlimmeres vermeiden<\/h4>\n<p>Die Statistiken sprechen f&uuml;r sich: Ein Drittel der Menschen, die das 65. Lebensjahr vollendet haben, st&uuml;rzt einmal im Jahr. Von den Personen, die &uuml;ber 80 sind, fallen in diesem Zeitraum sogar bis zu 50 Prozent mindestens einmal hin. Die Ursachen k&ouml;nnen ganz verschiedener Art sein. &Auml;lteren Menschen fehlt es oft an Kraft und Beweglichkeit. Auch ihr Reaktionsverm&ouml;gen ist geschw&auml;cht. Wenn sie zudem schlecht sehen oder h&ouml;ren, k&ouml;nnen sie sich nicht mehr ausreichend im Raum orientieren. Bereits erlebte St&uuml;rze und die damit einhergegangenen Schmerzen rufen Angst vor einem erneuten Unfall hervor. Die betroffenen Personen vermeiden unter Umst&auml;nden Bewegung und verlieren aus diesem Grund weiter an Muskelkraft. Je nachdem, welche und wie viele Medikamente die Personen aufgrund von anderen Krankheiten einnehmen, k&ouml;nnen diese zu Benommenheit und Beeinflussung der Wahrnehmung f&uuml;hren. Auch das erh&ouml;ht die Wahrscheinlichkeit f&uuml;r St&uuml;rze. Hinzu kommen &auml;u&szlig;ere Faktoren wie die Wohnumgebung, die Kleidung und die Schuhe. Vor allem Br&uuml;che am Oberschenkelhals werden h&auml;ufig durch einen Sturz verursacht. Um die H&auml;ufigkeit von sturzbedingten Verletzungen bei Osteoporose zu verringern, empfiehlt es sich, am Ursprung anzusetzen und St&uuml;rzen vorzubeugen. Diese Sturzpr&auml;vention ist ebenso vielf&auml;ltig und umfassend wie die Ursachen. Vor allem kommt es darauf an, die Muskulatur und den Gleichgewichtssinn durch regelm&auml;&szlig;ige Bewegung zu trainieren. Am besten eignet sich daf&uuml;r ein Kraft- und Balancetraining, das die Patienten zwei- bis dreimal in der Woche absolvieren. Eine solche Bewegungstherapie k&ouml;nnen Physiotherapeuten auf das individuelle Gangbild des Patienten anpassen. Ergotherapeuten k&ouml;nnen zudem die Wohnumgebung den jeweiligen Bed&uuml;rfnissen anpassen und &uuml;ber die M&ouml;glichkeit von Hilfsmitteln wie Gehstock oder Rollator aufkl&auml;ren. Au&szlig;erdem kann es sinnvoll sein, die Dosiereung von Medikamenten anzupassen und im Rahmen einer psychologischen Behandlung die Angst vor St&uuml;rzen zu verringern.<\/p>\n<p><em>Dr. A. Chinta<\/em><\/p>\n<p><code>Diesen Beitrag haben gesehen 6 Besucher.<\/code><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei Osteoporose ist die Balance zwischen Knochenauf- und \u2013abbau gest\u00f6rt. Gebildet wird die Knochengrundsubstanz von sogenannten Osteoblasten, Zellen, die das Knochengewebe Osteoid produzieren. Der Abbau von Knochenmaterial erfolgt durch die Ostoeklasten. 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