Goldic®  – Die innovative Behandlungsmethode in der Veterinärmedizin

Autologe gold-induzierte Cytokintherapie in der Tiermedizin

Ausgangssituation

Biologische Gewebe unterliegen mit zunehmenden Alter degenerativen Prozessen, die im Spätstadium zur Zerstörung des Gewebes und zum Funktionsverlust führen können. Diese Prozesse werden von einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren beeinflußt. Bisher ist es auf Grund der Komplexizität dieser Prozesse nur unzureichend gelungen, diese zu analysieren und einen kausalen Therapieansatz zu entwickeln. Deswegen stehen bisher nur symtomtomorientierte Therapieansätze zur Verfügung.

Goldic Therapie bei Pferd & Hund

Neuer Therapieansatz durch Goldic

Der Heilungsvorgang eines verletzten oder degenerativ veränderten Gewebes durchläuft komplexe Vorgänge, die durch bestimmte Eiweiße im Blut gesteuert werden. Wissenschaftler haben in aufwändigen Studien festgestellt, dass bei sämtlichen Verletzungen, Entzündungen oder degenerativen Prozessen ein Eiweiß namens Gelsolin stark vermindert vorkommt.

Mikro-Goldpartikel zur Stammzellenaktivierung mit dem „GELSOLIN“-Protein

Während die Eigenschaften von Gold-Kolloiden seit über ein Jahrhundert untersucht wurden, ist ihre Anwendung in der Medizin erst vor einigen wenigen Jahren bekannt geworden. Untersuchungen in Zellmodellen haben gezeigt, dass Goldpartikel in Mikrogröße – hinsichtlich deren Aufnahme in die Zelle und lokaler Wirksamkeit – gegenüber molekularen Systemen klare Vorteile bieten. Mehr noch, diese Studien haben das grundlegende Konzept der Nanotechnologie bestätigt, wodurch die Zusammensetzung, Oberflächenbeschaffenheit, Ladung, Größe und Form für die positiven Eigenschaften des Materials maßgeblich sind. Durch diese wird dem Gold die einzigartige Fähigkeit verliehen, mit einem biologischen System, wie der Zelle, in Wechselwirkung treten zu können. So erklärt sich dass, nachdem das entnommene Patientenblut mit nanofeinen Goldpartikeln versetzt und behandelt wurde, dessen Blutkörperchen, im Zusammenhang mit den üblicherweise im Blut vorkommenden Wachstumsfaktoren, zu der Produktion des Protein-Botenstoffes GELSOLIN gebracht werden.

Das Cytokin GELSOLIN, ist ein wichtiges protektives Protein welches die toxischen Reaktionen verhindert, die generell beim Absterben von Zellen auftreten, denn bei jeder Krankheit, Entzündung oder Trauma sterben Zellen ab. Darüber hinaus hat GELSOLIN auch die besondere Eigenschaft, die Differenzierung von körpereigenen Zellen zu bedingen, was gerade für die Regeneration von Geweben notwendig ist. Wissenschaftler haben bei umfangreichen Studien herausgefunden, dass bei allen Arten von Verletzungen, Entzündungen oder degenerativen Prozessen im Körper gerade dieses Protein namens GELSOLIN stark reduziert ist. Dies bedeutet dann, dass die physiologische Konzentration von GELSOLIN in besonderem Maße eine zentrale Bedeutung bei der Erhaltung der Gesundheit hat. Im Rahmen derselben zur Bildung von GELSOLIN beschriebenen Prozesse werden aber auch noch weitere Wachstumsfaktoren, wie G-CSF und SCGF-ß, produziert.

Erläuterung:

G-CSF (Granulozyten-Kolonie-stimulierende Faktor) sind Vorläuferzellen, die zur Aktivierung lokaler Stammzellen benötigt werden, weil sie den Weg zu den Infektionsherden finden, wo sie dann Bakterien absorbieren und abtöten.

SCGF-ß-Proteine sind Eiweiße, welche die Zellteilung und Differenzierung von Blutzellen unterstützen und eine entscheidende Rolle bei der Reproduktion von hämatopoetischen (blutbildenden) Stammzellen im Knochenmark haben, was wiederum verschieden ausgereifte Blutzellarten und -Gewebe entstehen lässt.

G-CSF- und SCGF-ß-Proteine führen in entsprechender Kombination zu einer Migration von adulten Stammzellen aus dem Knochenmark und zu deren Differenzierung vor Ort, wo sie benötigt werden.

Die GELSOLIN–Protein Behandlung kann deshalb beim Patienten zu einer vielfach erhöhten Produktion von GELSOLIN und ähnlichen Proteinen führen, welche die Ausgangskonzentration bei weitem übersteigt.

Analyse Gelsolin & Proteine nach Goldic (zum Vergrößern bitte anklicken)

Dieser Ansatz unterscheidet sich grundlegend von anderen stammzellenspezifischen Therapien. Die bisher zur Verfügung stehenden medikamentösen Therapieansätze wirken rein symptomatisch und haben unter Umständen Nebenwirkungen.

Wie läuft die Goldic-Therapie ab

Eine kleine Menge Blut wird, vergleichbar mit einer Blutuntersuchung, aus der Vene entnommen. Dieses Blut wird unter Anwesenheit von definierten Goldpartikeln über 24 Stunden im Wärmeofen bebrütet. Anschließend werden die Blutzellen und die Goldpartikel durch Zentrifugation vom Serum getrennt. Nur das Serum wird verwendet und dem Patienten in 4 Sitzungen über einen Zeitraum von ca. 2 Wochen, in die betroffene Sehne, Gelenk etc. injiziert.

Goldic Serum Applikation

Durch die Verwendung von Goldpartikeln als Induktor für die Produktion autologer Proteine u.a. auch Gelsolin, kommt es zu einer kontrollierten Anreicherung regenerativen Proteine. Die Injektion dieses gold-induzierten Serum führt zu einem vielversprechenden Heilungsprozess und in vielen Fällen zu einer Wiederherstellung von Gewebe vor Ort.

 

In welchen Fällen wird Goldic angewendet

Bei den meisten Verletzungen des Bewegungsapparates, der Bänder und Sehen, sowie bei Muskelverletzungen und bei Knorpelschäden ist die Behandlung mit Goldic indiziiert. Da es sich hierbei um streng körpereigene Substanzen handelt, ist das Auftreten von Nebenwirkungen, wie sie bei synthetisch hergestellten Substanzen vorkommt, ausgeschlossen. Die Wirksamkeit unseres Therapieansatzes wurde in zahlreichern tierexperimentellen und kontrollierten klinischen Studien belegt.

Erfahrungswerte bei Pferde mit Goldic-Therapie (zum Vergrößern, bitte anklicken)

Wirkungsweise von Goldic

  • Entzündungshemmend (Hemmung von katalytischen Enzymen)
  • schmerzlindernd (Reduktion von Schwellungen und Ödemen)
  • chondroprotektiv (Knorpelschützend durch Erhalt der Proteoglykane)
  • regenerativ (Stimulierung von „schlafenden“ Stammzellen)

Eigenschaften und Vorteile

  • Nutzung der körpereigenen Regenerationsfähigkeit
  • Verwendung von Patienteneigenem Blut
  • empfohlen bei Gelenkknorpeldefekten, Arthrose, Sehnenreizungen, Sehnenverletzungen, Muskelverletzungen
  • keine Nebenwirkungen, da es sich hierbei um streng körpereigene Substanzen handelt
  • enthält keine synthetisch hergestellten Substanzen
  • sicheres und effektives Verfahren

Literaturauszug:

I. Veröffentlichung Pferdeheilkunde Equine Medicine 36, 2020 (PDF öffnen – bitte anklicken)
II. Clinical equine study Goldic tendon or joint pathologies, 2019 (PDF öffnen – bitte anklicken)

 

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Weitere Referenzen:

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Quelle Prof. Dr. U. Schneider

 

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