FragenKategorie: Gelenkerhaltende TherapienEigenblutverfahren und Zelltherapie bei Arthrose
Avatar Rebecca Theis fragte vor 1 Jahr

Sehr geehrte Damen und Herren,
Welche Therapie ohne Operation ist bei Arthrose Grad 2-3 noch möglich?

Es gibt da ja scheinbar einige Formen die Arthrose auch ohne Operation zu behandeln. Welche gibt es da, und welche sind empfehlenswert?

Vielen Dank im Vorraus
R.Theis

1 Antworten
Dr. A. Rümelin Dr. A. Rümelin Mitarbeiter beantwortet 1 Jahr vor

Hallo! Unser Körper verfügt naturgemäß über Reparaturhormone und Wachstumsmediatoren. Es handelt sich dabei um natürlich in unserem Blut vorkommende, bewegliche Proteine (Cytokine), die die in unserem Körper ablaufenden Reparaturprozesse steuern. Um diese in verstärktem Umfang zu mobilisieren, wird Blut vom Patienten in speziell dazu vorbereiteten Spritzen abgenommen, zentrifugiert und das so gewonnene aus den Blutplättchen stammende Konzentrat in das betroffene Gelenk zurückgespritzt. Durch dieses „Eigenblutverfahren“ werden die natürlichen Reparaturvorgänge des Körpers aktiviert und entzündliche Prozesse eingeschränkt. Beispiele für diese als PRP-Therapie (=Platelet-Rich-Plasma) bekannte Methode sind die ACP®-Therapie (Autologes Conditioniertes Plasma ).
Eine neue Form einer solchen Therapie ist die Stammzellen-Aktivierung durch den Botenstoff Gelsolin. Gelsolin ist ein ganz besonderes Cytokin, das nur unter bestimmten Voraussetzungen beim Kontakt mit einer besonderen Darstellungsform des Goldes von unseren Blutzellen produziert wird.
Durch diesen Kontakt entstandene Cytokin Gelsolin vermag die ortsansässigen Stammzellen zu aktivieren und zum Differenzieren zu bringen, was letztlich zur Neubildung des Originalgewebes führt, im Gegensatz zur normalerweise stattfindenden Narbenbildung.
Um dieses Cytokin in verstärktem Umfang zu erzeugen, wird Blut vom Patienten in speziell dazu vorbereiteten, in einer besonderen Technologie mit Gold bedampften Spritzen abgenommen, über 24 Stunden bei 37° bebrütet und anschließend zentrifugiert. Das so gewonnene Konzentrat wird dann in das betroffene Gelenk zurückgespritzt. Durch dieses „Eigenblutverfahren“ werden die natürlichen Reparaturvorgänge des Körpers in einem ganz massiven Umfang aktiviert, entzündliche Prozesse stark eingedämmt und der Körper über die zur Differenzierung aktivierten Stammzellen zur neuerlichen Gewebebildung angeregt.
Ihr Dr. A. Rümelin

AvatarRebecca Theis Vor 1 Jahr geantwortet

Sehr geehrter Herr Dr. A. Rümelin!
Vielen Dank für Ihre schnelle und informative Antwort. Sie haben mir sehr weiter geholfen!
Liebe Grüße R. Theis