Nach einer Fraktur meines Handgelenkes vor neun Wochen, die inzwischen gut verheilt ist, verbleibt aber eine andauernde, schmerzhafte Schwellung des Mittelfingers, der natürlich nicht mehr im gewohnten Grad gebeugt werden kann.
Muss der betroffene Finger nochmals beim Facharzt (Handchirurg) eingehender untersucht werden oder ist eine physiotherapeutische Behandlung indiziert? Ich befürchte eine dauerhafte Versteifung des Gelenks.
Besten Dank für Ihre Mühe
Hallo,
eine anhaltende Schwellung und eingeschränkte Beweglichkeit eines Fingers mehrere Wochen nach einer Hand- oder Handgelenksfraktur ist grundsätzlich nicht ungewöhnlich, sollte jedoch ärztlich beurteilt werden, wenn sie weiterhin schmerzhaft ist oder sich die Beweglichkeit nicht verbessert.
Nach Frakturen kann es durch längere Ruhigstellung, Schwellungen der Weichteile, Reizungen der Sehnen oder auch durch eine sogenannte Gelenksteife zu anhaltenden Beschwerden kommen. In manchen Fällen sind auch Verklebungen der Sehnenscheiden oder eine Reizung des Gelenks möglich.
Eine fachärztliche Untersuchung – idealerweise bei einem Handchirurgen oder Orthopäden – ist daher sinnvoll, insbesondere wenn:
• die Schwellung weiterhin besteht,
• Schmerzen auftreten oder zunehmen,
• der Finger nicht wieder vollständig gebeugt oder gestreckt werden kann.
Der Arzt kann beurteilen, ob beispielsweise:
• eine gezielte Physio- bzw. Handtherapie,
• abschwellende Maßnahmen,
• oder weitere diagnostische Schritte erforderlich sind.
Gerade bei Fingergelenken ist eine frühzeitige funktionelle Behandlung wichtig, um eine dauerhafte Bewegungseinschränkung möglichst zu vermeiden.
Bitte beachten Sie, dass eine individuelle medizinische Beurteilung über das Internet nicht möglich ist. Bei anhaltenden Beschwerden sollte daher immer eine persönliche ärztliche Untersuchung erfolgen.
Viele Grüße
Ihr
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